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Ein Kreuzweg ist ein eine Serie von 14 Bildern, die die Passion Jesu Christi darstellen. Hier gezeigt ist ein Kreuzweg, dessen erste 12 Bilder Restaurierungen sind, dessen Stationen 13 und 14 neu gemalt sind.

Dazu einige Bemerkungen: der durch Kriegsschäden und unsachgemäße Lagerung stark beschädigte Kreuzweg – erworben von der Pfarre in Köln-Fühlingen – wurde von mir in langjähriger Arbeit restauriert.
Triebfeder meines Handelns waren Bewahrung unseres Erbes und ein die einfachen Gläubigen zum Gebet einladender erzählerisch gestalteter Kreuzweg.

Jedes Bild erforderte einen Zeitaufwand von ungefähr 6-8 Monaten intensiver Malerei, bedingt durch eine hier erforderliche aufwendige Lasurtechnik zur Entwicklung von Lichtwirkungen und dem bei den vielen Figuren gebotenen Inkarnat.
Die Bilder gehen auf Aquarelle des Malers Friedrich Overbeck zurück, die dieser im Jahre 1863 dem damaligen Heiligen Vater schenkte. Sie sollten als Vorlagen für einen Kreuzweg in der Chiesa Tedesco in Rom dienen. Nach diesen Vorentwürfen wurden um 1880 in Mailand Lithographien hergestellt, die - weit verbreitet – wiederum als Vorlage für unseren Kreuzweg dienten. Der Kreuzweg wurde, - anders als bei den Nazarenern üblich, über Risszeichnungen und Malerei al prima auf getöntem Grund - , in der für die Düsseldorfer Schule üblichen Technik "Ton in Ton" kopiert.
Auf Einladung des inzwischen verstorbenen Direktors der vatikanischen Museen in Rom, Herrn Ottaviani, konnte ich die Overbeckaquarelle im Original betrachten und dabei vollkommene Übereinstimmung unseres Kreuzwegs mit den Vorlagen des Friedrich Overbecks Inhalts und Aufbaus feststellen. Die Aquarelle befinden sich zum Teil in der vatikanischen Verwaltung, zum Teil in den vatikanischen Archiven.
Die von mir restaurierten Bilder hingen in der Köln-Seeberger Pfarrkirche St. Markus, wo sie wegen eines Brandes 2001 entfernt werden mussten. Die Bilder waren durch Brand in St. Markus kaum beschädigt. Ich habe sie durchgesehen, nachgefirnisst und neu in Rahmen gefasst, die der Stilhaltung des 19. Jahrhunderts entsprachen.

Nachbemerkung: Die Nazarener sind eine aus dem Wiener Lukasbund hervorgegangene, in Rom ansässige Bewegung zur Erneuerung der Malerei aus dem Geist des Mittelalters und Raffaels gewesen.
Die führenden Köpfe waren: Friedrich Overbeck, Franz Pfarr, Peter Cornelius und Schnorr von Caroldfeld. Beispiele von Nazarenermalerei in der näheren Umgebung Kölns finden sich in der von dem damaligen Dombaumeister Zwirner gebauten, neugotischen St. Apollinariskirche in Remagen.



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Um die Zustände vor und nach der Restauration zu vergleichen, klicken sie
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In 1984 a valuable old series of paintings - a Via Crucis - was found in the attic of St. Amandus, Cologne, Germany. The pictures were about 150 years old and sadly damaged. They were paintings after a well-known print series by Friedrich Overbeck (original drawings now in the Vatican Museums). Georg Esser, who is one of the few painters who specializes in the complicated and complex art of tone-in-tone
painting, was charged with restauring these pictures by the parish Christi Verklärung in Cologne. The restauration amounted to a re-creation, indeed the 13th and 14th "station" was lost, and painted by Georg Esser in his own style, yet in the spirit of the whole Via Crucis series.

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